Warten

**Eines Tages,

kniet der Unsichtbare nieder.

Er wird den Kampf verlieren!

Zum tiefsten Bedauern,

nicht ohne Gefallene gehen.

Ihnen dient die große Ehre!

Die Kinder auf den Straßen,

heiteres Lachen,

bringt die Welt zum Erwachen.

Im Park auf der Bank,

eng beisammen Senioren.

Die Jugend laut,

auf den Konzerten grölend.

Den Freunden die Hand reichen,

umarmen,

nicht mehr ausweichen.

Offene Gesichter,

die Farben der Lippenstifte.

Eines Tages – warten.**

(©Marija Popadinets)

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Am Ende

**Die Augen geschlossen,

stehe ich am Gefälle.

Den Weg selbst gewählt,

durch die Glut zu gehen.

Den Regen aus Asche,

lasse ich über mich geschehen.

Ich kann es nicht verlangen,

meine Wahl zu verstehen.

Gebrandmarkt und gequält,

wird meine Seele es überstehen.

Die Augen geöffnet,

werde ich unter der Sonne

auf einer Lichtung stehen.

Duftende Wiese

und Farbenmeer aus Blumen

– werde ich am Ende einen Anfang sehen.**

(©Marija Popadinets)

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Ein Anfang

**Der Winter gibt allmählich auf,

lässt den März in den Frühling gleiten.

Der Frost wird schwach, löst seine Krallen,

von kahlen Bäumen im Walde.

Das Bächlein glänzt, spiegelt den Himmel,

fließt klangvoll seine Pfade.

Die Sonnenstrahlen streicheln sanft,

die ersten Knospen der Weide.

„Es ist soweit – die Natur erwacht“,

kündigt an eine Vogelschar im fröhlichen Gesang.

Das Warten hat ein Ende.

Es lebt auf – der neue Anfang macht.

(©Marija Popadinets)

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Die Bühne

**Hinter dem Vorhang, im Dunkeln auf der Bühne,

verstaubt, stumm weilt das Klavier.

Auch die Violine ruht verstimmt in ihrem Etui.

Im Saal verharrt die Tonteststille

– in dem die Melodie von Mozart und Chopin einst erklang.

Die Werke Goethes, vermisst die Bühne

– der Stimmen lauter Schall und Publikums begeisterter Beifall.

Die Bühne wartet voller Hoffnung,

bis die Kronleuchter ihre Augen wieder öffnen,

– der Saal voller Lichter erstrahlt.

Ja!

Die Bühne möchte leben, weiter atmen,

sie sehnt sich quälend nach dem Applaus, nach

– Vorhang auf!**

(©Marija Popadinets)

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Die Zeit

**Die Schwalben mit der Frühlingssonne kommen,

um mit dem Herbstregen zu gehen.

Nichts besteht unendlich,

gibt uns die Zeit zu versehen.

Das Gefühl des Glücks,

bleibt nicht selbstverständlich.

Es ist ein Moment – unmerklich kommt,

desgleichen endet.

Die Nacht lässt sich nicht halten,

sie muss am Morgen gehen.

Die Zeit

– der Lebenskreislauf –

ist nicht gegeben um zu verstehen.**

(©Marija Popadinets)

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Eine Frau

**Die Frau – glücklich,

behutsam ihr erstes Enkelkind in den Schlaf wiegt.

Die Frau – selbstbewusst,

sicher durch das Leben geht.

Die Frau – eigene Schwäche verbirgt,

ihrem Gatten den Rücken frei hält.

Die Frau – wichtige Entscheidungen für ihr Land fällt.

Die Frau – die Freundschaft wahrt,

dessen Bedeutung versteht.

Die Frau – macht deutlich klar, ihr Kind mit schlechter Note ,

ist ebenso Wertvoll wie es vorher war.

Die Frau – nachts leise in ihren Kissen weint, hofft,

der blaue Fleck auf der Wange bald verheilt.

Die Frau – am nächsten Morgen freundlich,

lächelnd den Kunden gegenüber tritt.

Die Frau – gegen Gewalt, mutig auf die Straße geht.

Die Frau – ihre Träume in Bildern und Versen lebt.

Die Frau – die liebt.

Eine Frau – Du bist viel Wert!**

(©Marija Popadinets)

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Der Anfang

**Die Melodie des Frühlings,

rüttelt die Erinnerungen wach.

Die Zeit ist reif um loszulassen.

Erschöpft und leid von Schicksalsrügen,

soweit im Herzen Klarheit zu schaffen.

Die Wogen der Emotionen legen sich allmählich.

Die Hoffnung mit der Natur erwacht,

bereit um zarte Knospe reifen zu lassen.

Ein neuer Anfang – greifbar nah.**

(©Marija Popadinets)

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Die Sonne

**Die Sonne küsst die Erde wach,

nach langen, trüben Tagen.

Ihr warmer Strahl, herrlich, sanft

– berührt die Augen.

Die Vögel schwirren zum Himmel hoch,

im fröhlichen Gesang.

Vom Schnee entblößen sich die Dächer

– der Sonne entlang.

Ein Glücksgefühl steigt sachte empor,

das Herz füllt sich mit Freude.

Die Sonne spiegelt sich in den Gedanken.

Ein Tag nicht zum vergeuden.

Am Abend wird sie untergehen

– die Pracht von Abendrot!

Sie taucht hinter die Berge nieder.

Welch ein Gefühl!

Die Sonne beglückt – gewiss – die Erde wieder.**

(©Marija Popadinets)

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Klärchens Lied

Freudvoll

Und leidvoll,

Gedankenvoll sein,

Langen

Und bangen

In schwebender Pein,

Himmelhoch jauchzend,

Zum Tode betrübt –

Glücklich allein

Ist die Seele, die liebt.

(J. W. von Goethe)

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Wenn ein Morgen gibt

**In warmen Stuben gehen Lichter aus,

die Stadt kommt nun zu Ruh´.

Auch diese eisig kalte Nacht,

steht dir im Freien bevor.

Unter der Decke aus Karton,

kauerst du an einer Wand.

Dein einzig ständiger Begleiter,

die Flasche in der zitternden Hand.

Du warst nicht stark genug,

um die Schwäche zu zeigen.

Es ist längst zu spät,

alle Hoffnungen entzweigehen.

Auch heute wirst du träumen,

von der Nachtigall

in der lauen Sommernacht.

Wenn ein Morgen für dich gibt,

ziehst du weiter,

entgegen der nächsten kalten,

klirrenden Nacht.**

(©Marija Popadinets)

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