(K)eine Wahl für die Wahl

Eines der typischen Merkmale der Demokratie sind freie Wahlen.

In Deutschland ist es morgen soweit. Die Bürger der EU-Staaten befassen sich seit Wochen damit ob sie wählen gehen, WEN sie wählen wollen, und schließlich WARUM sie das tun – alles risikoFREIwillig. Von ihrer Entscheidung hängt es ab, welcher Politiker ihr Land im EU-Parlament vertretet darf.

Auch in dem offiziell demokratischen Einheitsstaat Ukraine ist es morgen soweit. Die Menschen dort wählen ihr Staatsoberhaupt – den Präsidenten.

keine Wahl

FREIwillig?…

Die Bedienungen unter denen sie es tun sollen, insbesondere im Osten des Landes – in dem noch immer viele Menschen unnötig sterben und kein Frieden in Sicht ist – sind alles anderes als demokratisch. Viele Menschen haben keine Wahl. Denn entweder sind sie gezwungen oder ihnen wird es verboten zu wählen. Freiwillig trifft dort nicht überall zu.

RisikoFREI?…

Im Zusammenhang mit der jetzigen Situation im Lande wurde in der Ukraine ein Gesetz verabschiedet, dass den Wahlberechtigten erlaubt, in jedem für sie am bequemsten zu erreichenden bzw. sichersten Ort (Wahllokal) des Landes zu wählen. So wurden auch für die Menschen, aus den von Russischen Separatisten besetzen Regionen, die Wahllokale in den Nachbarorten eingerichtet. Diese Möglichkeit nutzen auch die vielen tausende Ukrainer aus der Krim, die, den ukrainischen Medien zufolge, sich zur Wahl bereits registriert haben lassen. Mit dem Risiko, dass sie auf der Rückreise nicht mehr in ihre Heimat gelassen werden. Der Wille und Mut alle diese Leute ist bewundernswert.

WEN und warum?…

Die Befürchtung vieler Bürger in der Ukraine, dass weder Timoschenko noch Poroschenko zu eine Verbesserung der Situation und zu eine Beseitigung des derzeitigen Chaos und des drohenden Zerfalls des Landes beitragen könnten, wächst zunehmend.
Denn die Situation ist wie ein rollender Stein, der fast unmöglich zu stoppen ist. Und sei es, er rollt langsam. Die Angst, dass Russland eine Strategie entwickelt hat, die Ukraine endgültig zu zerreißen, ist groß. Und, wie man bereits auf der Krim und im Osten des Landes sieht, berechtigt.
Dass die Menschen in Luhask oder Donjezk am Sonntag zur Wahl gehen, wird immer unwahrscheinlicher. Denn viele sie sind verzweifelt und haben Angst. Wissen nicht wen und nicht warum sie wählen sollen?…

 

 

 

 

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Über MarijaPopadinets

Hobby-Autorin-Bloggerin
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Eine Antwort zu (K)eine Wahl für die Wahl

  1. Gabryon schreibt:

    Hat dies auf Allerlei Kunterbunt… rebloggt und kommentierte:
    Wahlen, nicht nur in der EU…

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