Die Nächstenliebe

An diesem Mittwoch möchte ich auf etwas aufmerksam machen, woran vielleicht nicht unbedingt jeder denkt, wovon jedoch einige in unserer Gesellschaft betroffen ist – Mobbing am Arbeitsplatz.

 

Eigentlich noch immer ein Tabuthema, das aber in vielen Unternehmen präsent ist.

Gerade in der Adventszeit legen uns die Religionen nahe, dass wir gut zueinander und zu uns selbst sein sollen.

 

Offenkundig scheinen wir bei der Liebe zu uns selbst sehr viel Energie zu investieren und laufen auf vielen Umwegen unserem geplanten Glück entgegen. Bei den anderen tun wir uns mit dem Lieben ebenfalls leicht, wenn sie in unserem Plan eine von uns zugewiesenen oder statistische Rolle spielen.

Wehe aber, wenn eine Person in unserem Umfeld nicht so funktioniert wie wir das wollen, wehe wenn wir mit der Macht ausgestattet sind uns mit dieser Person nicht arrangieren zu müssen.

Eine dieser Situationen kann sich am Arbeitsplatz einstellen.

 

Unschön genug, wenn man früh morgens nicht erfreut ist aufzustehen, unangenehm, wenn die Tätigkeit, die man auszuüben pflegt in manchen Phasen monoton ist, schlimm, wenn die Tätigkeit zur Aufrechterhaltung des Lebensunterhaltes einem nur noch wenig Freizeit gestattet, aber, ein anhaltender Alptraum, wenn sich am Arbeitsplatz ein oder mehrere Menschen mehr oder weniger offen anhaltend feindselig verhalten.

Die Begegnungen werden zur Überwindung, das Gespräch zum verdeckten Kampf, viele andere Kontakte zu Mitarbeitern werden in dieser Konfrontation zu Nebenschauplätzen, Auslotungen, strategischen Manövern. Ist der Konfliktpartner mächtig, schart er Vasallen um sich, die an seiner statt den Kampf mit dir aufnehmen. Der Aufenthalt im Geschäft wird zum Spießrutenlauf. Nur Disziplin und manchmal die nackte Angst ums gesellschaftliche Überleben sind der Antrieb weiter durchzuhalten.

Weil die Treppe dort hin, wo man beruflich stehen wollte und es erreichte, steinig und steil war.Steil

 

Der Zusammenbruch kommt nach längerer Zeit dieser Auseinandersetzungen wenn die Nacht bevorsteht und sich im Geist die unendliche Spirale der alten oder noch zu führenden Kämpfe dreht.

 

Glücklich dem, dem diese Erfahrungen fremd sind.

 

Mobbing

 

Bis zum nächsten Mittwoch eine besinnliche Adventszeit!

 

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Über MarijaPopadinets

Hobby-Autorin-Bloggerin
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13 Antworten zu Die Nächstenliebe

  1. Alles Gute für 2014.
    Wolfgang

  2. Imort schreibt:

    Ich lese in deinem Text auch sehr viel zwischen den Zeilen.

    Die Jugend und Mobbing beginnen scheinbar damit, das Kinder nicht mehr miteinander reden, nur noch übereinander schreiben. Eine Hetze via Handy und Tablet, in der kein Wort fällt, man sein Gegenüber kaum zur Rede stellen kann. Da es sich teils um Jugendliche aus anderen Landesteilen handelt. Auch an Schulen greift diese deformierende Art des Schweigens um sich. Wie einfach kann man doch Worte durch das Netz jagen. Früher musste man noch den Mut besitzen so etwas auszusprechen.

    Eine neue Meisterleistung der Unmenschlichkeit, die wir aufgestellt haben.

  3. versspielerin schreibt:

    ja, die situation heutzutage an schulen kam mir auch sofort in den sinn.
    für erwachsene ist das schon eine schlimme situation, wie muss es erst für heranwachsende sein. danke für diesen so wichtigen beitrag! auch /gerade/ in dieser zeit.
    mit herzlichen grüßen
    diana

  4. giselzitrone schreibt:

    Nestenliebe ist immer wichtig wünsche ein glückliches Wochenende und bessinlichen Advend liebe Grüße Gislinde

  5. nandalya schreibt:

    Menschen grenzen andersdenkende gern aus. Das war schon immer so. In der Schule haben sie auch über die „lesbische Japanerin“ getuschelt. Sollen sie doch 😀 Ich hatte noch nie Probleme damit, mein Ego durchzusetzen. Oder Opfern von Mobbing beizustehen. Mit Gewalt gegen andere Menschen kann ich einfach nicht! Auch, wenn es nur Worte sind. Sollte ich das jemals am Arbeitsplatz erleben, haben die Betroffenen ein kleines Problem: mich 🙂

  6. giselzitrone schreibt:

    Ein guter Text ist gut das man ab und an daran aufmerksam gemacht wird,mit Respekt miteinander umzugehen.Wünsche dir einen schönen Donnerstag Liebe Grüße Gislinde

  7. wederwill schreibt:

    gut, darauf aufmerksam zu machen und immer mal wieder daran zu erinnern, achtsam miteinander umzugehen, gerade weil dieses Thema schon teilweise in der Schule bedeutsam wird.
    beste Grüße,
    Birgit Marienthal, Wederwill-team

    • marijap1 schreibt:

      Leider hast du recht, liebe Birgit Marienthal, Mobbing unter den jungen Leuten steigt bereits im früheren Schulalter zunehmend. Deshalb ist Aufmerksamkeit und Unterstürzung von Außen so wichtig! Danke für deinen Gedankenaustausch. Liebe Grüße

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