Die Politik

Es ist eiskalt am Europamaidan in Kiev. Dessen ungeachtet ist er überfüllt mit Menschen, die seit Tagen demonstrieren und ihre Unzufriedenheit und Enttäuschung mit der ukrainische Regierung zeigen. Es sind Leute verschiedener Altersgruppen, hauptsächlich jedoch junge. Sie teilen miteinander ihre warme Getränke und Decken, halten Plakate und rufen zwischendurch „Die Ukraine gehört nach Europa“. Am Tag sind auch viele Schulkinder dabei.

 

Ein Bild, das mir eine Freundin aus der Hauptstadt der Ukraine telefonisch schildert.

 

Kiev_Studenten

 

Politik ist ein Thema von dem ich mich weitgehend fernhalte. Die Ereignisse der letzten Tage in meiner Geburtsheimat – im Zusammenhang mit dem Rückzug der ukrainische Regierung vom Assoziierungsabkommen – gehen mir dennoch sehr nah und wecken in mir Empörung.

 

Denn es ist bedauerlicherweise wieder soweit, dass die Menschen dort von der eigenen Regierung enttäuscht wurden. Das eigenen ist unterstrichen, weil im Falle der Abweisung durch die Europäische Union wäre das Entsetzen der Menschen sicher nicht so groß gewesen wie im eingetretenen Falle der Versagung durch die gewählte Staatsregierung, in die man so viel *Hoffnung gesetzt hatte.

 

In allen Städten gehen die Menschen auf die Straßen. Besonders junge Leute sehen sich in Europa und nicht erneut unter der Herrschaft Russlands – was viele vermuten und wovor sich jedoch viele fürchten.

 

Ukraine

 

In **Gedanken und mit dem Herzen bin ich bei meinen Verwandten, Freunden und allen Menschen, die die Zuversicht nie verlieren, dass es einen Weg zu einer Lösung gibt – ohne eine zweite Orangene Revolution (wie im Jahr 2004) oder gar Blutvergießen.

 

Bilderquelle: svoboda.org

 

*Julia Timoschenko – Hungerstreik

**Maidan

 

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Über MarijaPopadinets

Hobby-Autorin-Bloggerin
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2 Antworten zu Die Politik

  1. Marion schreibt:

    Liebe Marija,

    ich möchte nicht aufhören zu hoffen, dass sich im Moment vieles auf der Erde verwandelt und die von dir erwähnten Zustände letzten Endes auch dazugehören, auf welchen Wegen auch immer.

    Bei der eigenen Heimat bist du natürlich nochmal ganz anders berührt. Die russische Herrschaft macht mir Sorgen und ich hoffe, dass es dort irgendeine Lösung geben wird, um Menschen frei leben zu lassen.

    Liebe Grüße
    Marion

  2. giselzitrone schreibt:

    Wünsche dir einen schönen Tag ist aber mal gut das die Menschen ihren Unmut rauslassen und sich wehren,aber ob es viel bringt, weiß man nicht.Wünsche dir einen schönen Donnerstag liebe Grüße von mir und einen schönen ersten besinnlichen Advent.Gruß Gislinde

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