Die Schönheit

Spieglein, Spieglein an der Wand…

Schön. Hübsch. Attraktiv. Hand aufs Herz, wer lässt sich das nicht gerne sagen? Selbst wenn es nicht immer egal ist von wem wir – Frau oder Mann – diese Worte hören, hören wir sie jedoch immer gerne.

Heute möchte ich hier ein paar Gedanken ausschließlich zu der optischen also körperlichen Schönheit loslassen. Bewegt dazu hat mich eine Beobachtung zweier Mädchen, zwischen vier und fünf Jahren, die mit Puppen – Barbies – gespielt haben: „Wenn ich groß bin, darf ich mir die Haare blond färben… dann sehe ich wie meine Barbie aus… hat meine Mama gesagt.“

In der Pubertät habe ich meine Arme richtig gehasst. Ich bildete mir ein, sie seien viel zu lang. Ich habe kurzärmlige Kleidung vermieden, und wenn ich diese tragen musste habe ich meine Hände zu Fäusten gemacht in der Hoffnung, dass dann die Arme kürzer wirken.

M.

Ich weiß es nicht mehr, wie lange das anhielt, aber daran erinnern kann ich mich gut. Wie auch an das, dass es mich störte, dass jeder sagte wie dürr und blass ich doch aussähe. Und dass die Meisten wussten, woran es lag.

Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen beginnt bei manchen Menschen heute bereits im Kindesalter und begleitet den einen oder anderen das Leben lang. Bereits mit zwölf Jahren finden sich viele Mädchen zu dick. Eine Empfindung von der im Übrigen auch einige Jungs betroffen sind.

B.In den häufigsten Fällen führt das Problem zu weitverbreiteten Ess-Störungen und Erzeugung eines falschen Selbstbildes. Die Berichte und Bilder darüber sind erschreckend. Sie sollen uns, die Gesellschaft, zum Nachdenken und Handeln bringen – heißt es.

Aber, wie schützen wir unsere Kinder vor dem Realitätsverlust auf dem Gebiet des Selbstwertes? Wie bringen wir den Mädchen bei, dass Barbie eine Puppe zum Spielen ist und kein Schönheitsideal in der realen Welt? Und dass es furchtbar langweilig wäre, wenn alle Frauen Barbies und alle Männer Kens wären? Dass dann niemand mehr zu einem sagen würde „Du bist so schön“ – was jeder Mensch im Laufe seines Lebens einige Male hört und das gerne glaubt? Dass jeder Mensch auf seiner Art und Weise schön und ein einzigartig ist? Und dass – vor allem – die Schönheit vergänglich ist und nur die Plastikpuppe Barbie so bleibt wie sie ist?

Es gibt sie, die Antworten auf diese Fragen. Sie sind in uns – in der Gesellschaft. Wenn wir das verzerrte Bild der Schönheit vielleicht etwas realistischer sähen, würde die Schönheitsmedizin vielleicht darunter leiden, dafür aber unsere Kinder sicher vor dem Spiegel stehen, ihre hübschen jungen Gesichter sehen und über ihren Babyspeck gar nicht nachdenken.

„Ihr seid die Schönste hier, aber Schneewittchen ist tausendmal schöner als Ihr…“

Bis zum nächsten Mittwoch, eine gute Zeit!

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Über MarijaPopadinets

Hobby-Autorin-Bloggerin
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18 Antworten zu Die Schönheit

  1. Imort schreibt:

    Eine Gesellschaft, die schon ihre Jugend darauf drillt „Schönheit“ in festen Maßen zu definieren, jene verlacht, lehrt auszustoßen und das Gefühl zu geben nicht dazuzugehören, ist doch nicht mehr weit von 1984 entfernt?

    Auch wenn es sich mittlerweile kitschig anhören mag, ein wahrhaft „schöner“ Mensch pflegt auch einen eben solchen Charakter. Was nutzt einem ein hübscher Apfel, der von innen faul ist?

    Besinnliche Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr.

  2. Danke für Deinen Eintrag.
    Liebe Grüße von uns. Wolfgang

  3. jasmindamaro schreibt:

    HERZLICHE WEIHNACHTS GRUESSE AN SIE VON JASMIN DAMARO

  4. Eine schöne Adventszeit wünschen wir. LG. Wolfgang

  5. giselzitrone schreibt:

    Wünsche dir einen schönen Sonntag eine schöne Geschichte,aber auch kleine Mädchen sie schauen schon sehr genau hin, und das Fernsehen lebt es ihnen ja vor es wird viel zu viel für Kinder gezeigt was sie nicht sehen dürfen.Eine gute neue Woche wünsche ich dir liebe Grüße Gislinde

  6. saetzeundschaetze1 schreibt:

    Diese Unzufriedenheit mit dem eigenen Anblick – vielleicht macht das jeder einmal durch, weil unsere Gesellschaft schon immer diesen Körperkult pflegt. Nur die Geschmäcker ändern sich. Man erinnere sich: Solange ist es noch nicht her, dass „Molligsein“ das Schönheitsideal war. Aber das Schlimme unserer Zeit ist, dass die Mittel zur Verfügung stehen, sich mit aller Gewalt dem herrschenden Ideal zu unterwerfen – und zwar in einem Alter, in dem man eigentlich noch nicht so weit ist, so nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Ich kenne ein Mädchen, dass sich mit bereits 18 Jahren vom ersten Geld den Busen vergrößern liess. Mich hat es geschüttelt.

    • marijap1 schreibt:

      Ja, es ist furchtbar. Solche Entscheidungen werden, leider, häufig von Eltern unterstützt. Dass dadurch das Problem die Unzufriedenheit mit eigenem Aussehen bei jungen Menschen nicht gelöst sondern gestärkt wird, machen sie sich scheinbar keine Gedanken.
      Danke für dein Kommentar!

  7. silverblick schreibt:

    Ich habe sogar gelesen, dass Mädchen sich mitunter mit 6 oder 7 Jahren schon zu dick finden. Und ich glaube mich zu erinnern, dass es mir damals auch so ging. Völlig verrückt.
    Ich musste erst einpaarundzwanzig werden, um diesen ganzen Unsinn abzuschütteln 😉

    • marijap1 schreibt:

      Da die Erwachsenen den extremen Schönheitswahn den Kindern vorleben, wird diese Problematik steigen.
      Ich danke dir für deinen Besuch und den Kommentar, silverblick. Liebe Grüße! 🙂

  8. Marion schreibt:

    Liebe Marija,

    du hast dieses Thema wohldurchdacht präsentiert und mit Persönlichem bereichert. Das spricht mich sehr an. Ich danke dir. Ein wichtiges Thema!

    Liebe Grüße
    Marion

    • Marion schreibt:

      PS: Vorher hab ich grad bei einem Blog den Untertitel gelesen: „Die Heimat ist dort, wo das Herz zuhause ist.“
      Nachdem ich deinen Beitrag auf mich wirken ließ, fände ich auch passend: „Schönheit ist dort, wo dein Herz zuhause ist.“

      • marijap1 schreibt:

        Danke liebe Marion.
        Der Satz gefällt mir gut.
        Auch ich gehöre zu den Menschen, die nicht mit Barbie aufgewachsen sind. Dennoch gehöre ich zu denen, die täglich vom Spiegel die Kosmetikindustrie unterstützen. Das insbesondere wir Frauen hübsch aussehen möchten, liegt wohl in unserer Natur seit eh und je. Und ich finde es in Ordnung, wenn wir Erwachsenen dafür was tun.
        Ich finde nur entsetzlich, wenn sich die Sechzehnjährigen unter das Messer der Schönheitschirurgie legen müssen, weil sie bereits in dem Alter mit ihrem – noch nicht ausgereiften Körper – unzufrieden sind.

        Ich grüße dich ganz herzlich!

      • Marion schreibt:

        Liebe Marija,
        davon bin ich auch kein Freund (dass 16jährige sich unters Messer legen und bereits glauben, so ihrer Schönheit nachhelfen zu müssen). Gott sei Dank – so hoffe ich doch – haben 16jährige häufig noch nicht das Geld für so etwas und manchmal wächst sich der Wahn noch aus, bis sie Geld dazu hätten, es dann aber vielleicht doch lieber anders ausgeben.
        Liebe Grüße
        Marion

  9. Andrea schreibt:

    wer ist die schönste im ganzen LAND…Frau KÖNIGin sie sind die schönste im ganzen LAND doch die MARIJAP die ist die schönst weit und breit……hab einen schönen ABEND….HERZlichst ANDREA:))

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