Der Stress

Die Probleme, die ich in letzten Zeit hier im Blog zu beheben habe, sorgen für eine Anspannung-Druck-Stress. Deshalb habe ich mich zur Abwechslung sowohl mit dem Wort Stress als auch mit dessen Bedeutung befasst. Ich habe nicht viel mehr erfahren als das, was ich bereits darüber mal gehört oder gelesen habe. Aber es war interessant und tut gut sich damit auseinanderzusetzen.

 

An diesem Mittwoch ein paar Gedanken zum Thema Stress.

 

„Ich bin im Stress…“. Auch in diesem Satz hörte ich damals – am Anfang meines Lebens in Deutschland – ein für mich fremdes Wort und griff, wie immer, zum Wörterbuch. Dort fand ich es aber nicht. Als ich schließlich eine Freundin danach fragte, erkälte sie mir, Stress ist kein deutsches Wort und sei im Deutsch-Englischen Wörterbuch zu finden. Wären damals meine Englischkenntnisse nicht noch miserabel gewesen als meine Deutschkenntnisse, hätte ich gewusst, dass das Wort Stress sich hier zu Lande aus dem Englischen eingeschlichen hatte. Herbst1

 

Mittlerweile weiß ich wohl was STRESS im wahrsten Sinne des Wortes bedeutet! Das Wort hört sich ähnlich wie „Zittern“ im Ukrainischen an. Und wenn ich so recht überlege, hat es auch in meinen Augen eine ähnliche Bedeutung. Ich mag dieses Wort nicht und genauso das Gefühl gestresst zu sein – also zu zittern. Es ist ein hässliches Wort, egal ob es mit einem ß oder mit zwei ss geschrieben wird.

 

Im deutschen Duden von 1997 wird Stress „nur“ als Anstrengung und Managerkrankheit synonymisiert. Sechzehn Jahren später, also heute, findet man dort an die dreißig Synonyme mehr. Und im Netz, wie zum Beispiel bei *Wikipedia, seitenweise Erklärungen und Definitionen dessen, welche Schäden für die Menschheit in diesem einen Wort stecken.

 

Die Zeit rennt an uns vorbei und wir ihr hinterher. Man hat das Gefühl, dass der Vierundzwanzig-Stunden-Tag irgendwann um zwölf Stunden reduziert wurde. Wir leben viel schneller. Deshalb wird vermutlich auch dieses globale Wort verwendet um die Zeit mit folgenden Sätzen wie: „Ich haben viel zu tun auf Arbeit“, „Ich habe den Zug verpasst“, „Mein Kind schreibt schlechte Noten in der Schule“, „Ich habe viel zu lernen“ „Ich habe mich mit meinem Chef gezofft“ „Ich habe mich mit meinem Partner gestritten“ nicht zu vergeuden. Deshalb heißt das Ganze heute kurz und bündig: „Ich bin im Stress…“ Ja, es hört sich alles deprimiert an und das ist es auch.

 

So Mancher wird an dieser Stelle denken, es gibt doch auch positiven Stress. Den gibt es natürlich, heißt es zumindest von den Forschern. Aber wenn man genauer und ehrlich darüber nachdenkt: was kommt öfters vor – ein positiver oder ein negativer Stress?

 

Gestresst – eine Empfindung die uns, die meisten Menschen, abends ins Bett begleitet und früh mit uns aufwacht.

Stress – ein Leiden von dem die meisten Menschen auf der Welt bereits im Grundschulalter befallen sind. Leider!

 

* http://de.wikipedia.org/wiki/Stress

 

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Ich wünsche allen eine stressfreie Woche!

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Über MarijaPopadinets

Hobby-Autorin-Bloggerin
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7 Antworten zu Der Stress

  1. Beate Neufeld schreibt:

    Sehr gute Impulse gibst Du hier!
    Interessiert mich besonders, weil ich gerade eine Weiterbildung zur Lehrerin für Stressprävention und Psychohygiene mache.
    Grüße von : Beate

  2. giselzitrone schreibt:

    Wünsche dir einen schönen Abend und ein gutes Wochenende und versuche dich nicht zu Streßen,Lieber Gruß von mir Gislinde

  3. OceanPhoenix schreibt:

    Liebe Marija,

    das beschreibst du total treffend – die Bedeutung des Wortes Stress und auch sein Klang ..nicht gut, das stimmt. Ich sag auch manchmal „bin im Stress“ … wenn es mal wieder gilt, den Vollzeitjob mit Familie, Hausarbeit und sonstigen Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen, und ich nebenher eigentlich auch noch meinen Hobbies nachgehen möchte, sie aber zu kurz kommen, oder schlichtweg der Müdigkeit zum Opfer fallen.

    Zeit“management“ ist wichtig. Wieder so ein Wort aus dem Englischen *g* oder eigentlich aus dem Französischen? da bin ich mir nicht sicher. Und – sich bewußt Ruheinseln schaffen. „Räume“, auch innerlich, in die man sich zurückziehen kann .. Und nicht immer alles perfekt machen wollen. Das muß ich mir oft sagen. Auch was das Bloggen angeht. Zu viel wollen .. führt auch zu Stress ..

    Ich wünsch dir einen entspannten Start ins Wochenende,
    liebe Grüße,
    Ocean

  4. Marion schreibt:

    Jedes Phänomen verlangt nach seinen eigenen Antworten. Auch der Stress… Und da findet hoffentlich mit der Zeit jeder sein ganz individuelles „Stressmanagement“, also wie er dem gegensteuern kann, um nicht krank zu werden, denn Stress macht krank, wenn er ungefiltert über längere Zeit auf einen einwirkt.
    Zu den Ohrgeräuschen bzw. dem Tinnitus las ich auch, in der Regel steckt auf jeden Fall lang andauernder Stress dahinter.
    Die Punkte von Iris gefallen mir: Rechtzeitig daheim weggehen, sich Fehler zugestehen, auch mal Nein sagen. Es gehört vieles dazu und für jeden vielleicht auch noch was eigenes.
    Liebe Grüße
    Marion

  5. giselzitrone schreibt:

    Wünsche dir einen schönen Tag ich versuche mich auch nicht mehr so viel stressen zu lasen auch nicht vom P.C. dir liebe Grüße von mir Gislinde

  6. Umso wichtiger ist es, dass wir immer wieder versuchen uns zu Ruhe aufzurufen. Rechtzeitig das Haus verlassen, dann habe ich keinen Stress, ob ich pünktlich komme, auch mal sagen: Ich darf Fehler machen -, auch mal NEIN sagen … all das nimmt den Druck.
    Ich wünsche dir einen stressfreien Tag
    LG, Iris

  7. Follygirl schreibt:

    Ich habe mein Leben schon lange „entstreßt“… hab einfach keine Lust mich verrückt zu machen. Streß tut mir nicht gut und ich vermeide ihn, das geht oft durch gute Planung bei mir…
    Wünsche einen entspannten Feiertag!, LG, Petra

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