Über den Urlaub

Für diesen Mittwoch habe ich mich, passend zur Jahreszeit und vor allem zum Wetter, für das Stichwort Freizeit (Urlaub) entschieden. Denn das gehört zum Leben. Allerdings bei Weitem nicht überall auf der Welt. OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Aus meiner Kindheit und Jugend, genaugenommen bis ich nach Deutschland kam, kannte und wusste ich nicht was Urlaub eigentlich bedeutet. Das ist nicht übertrieben. Natürlich gibt es in meiner früheren Heimat – Transkarpatien – in den Schulen Ferien und die Menschen, die einen Job haben, haben auch mal längere Zeit frei, eben den Urlaub. Aber ich hatte nie erlebt, dass irgendjemand den ich kannte, mal einfach so verreist wäre. Geschweige denn mehrmals im Jahr. Angesichts der Tatsache, dass es weder Mittel noch Zeit, trotz der „Freizeit“, für die Reisen gab, hatten sie auch nicht gefehlt, denn die meisten Menschen, zu denen meine Familie ebenfalls gehörte, es nicht anders kannten.

Später in Deutschland habe ich immer vom Urlaub, vor allem im Süden, geträumt. Denn jeder den ich hier kennenlernte, verreiste mindestens ein Mal im Jahr. Wenn jemand davon erzählte am Meer gewesen zu sein, war ich schlicht und weg neidisch und wollte auch unbedingt mal dahin.

Schließlich war es 1998 soweit – der erste Urlaub am Meer. 1998

Nach fünfzehn Stunden Autofahrt, die sich durch das immer wieder Stehen im Stau doppelt so lang anfühlten, stand ich an einem Strand an der Adria. Hinter mir riesige Hotelarsenale, vor mir das Meer. Um mich herum und etwa fünfzig Meter in das Meer hinaus, dicht aneinander liegende, stehende, schwimmende Menschen. In der heißen Luft eine penetrante Mischung aus Sonnencreme und Schweiß.

So sieht also der Urlaub am Meer aus, dachte ich. In mir kam ein Gefühl auf, als hätte ich grade den Ofen mit nicht fertig gebackenem Kuchen geöffnet und dieser fiel in dem Moment zusammen.

Ich bin nach wie vor gerne mal am Meer. Ich liebe es, wie es sich anfühlt, wie es duftet und wie es schmeckt. Bilder2010 562

Inzwischen durfte ich einige andere, traumhaft schöne Ecken Italiens kennenlernen und bin ein großer Fan dieses Landes geworden.

Die Welt hat viel zu bieten. Auch ich gehöre zu den Menschen, die gerne mehr davon sehen und sehen würden.

Nur werde ich es nie verstehen und finde es fast traurig, wenn manche jedes Jahr ihren Urlaub zum Beispiel in Thailand verbringen. Und wenn man sie nach der Fränkischen Schweiz fragt – dort waren sie noch nie, oder meinen tatsächlich, sie befindet sich irgendwo in der Schweiz…

Eine alte Frau sagte mal zu mir: „Wenn die Sonne scheint, ist es überall schön“ und das ist wahr. DIGITAL CAMERADenn in unserem stressigen Alltag meinen wir unbedingt, weit weg zu müssen und merken häufig gar nicht, dass es vor der Haustür wunderschöne Ecken, eben den Urlaub, gibt.

 

 

Bis zum nächsten Mittwoch wünsche ich eine schöne (Urlaubs)Zeit!

Foto-9

 

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Über MarijaPopadinets

Hobby-Autorin-Bloggerin
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18 Antworten zu Über den Urlaub

  1. Kerstin schreibt:

    Hallo Marijap1 ,wenn man das ganze Jahr Arbeiten geht dan freut man sich auf seinen verdienten Jahresurlaub wie verrückt 🙂 abschalten Seele baumeln lassen sich über nix Gedanken zu machen einfach herrlich 🙂 da ist es egal wo man ist den wie du schon sagst bei uns gibt es auch schöne Flecken. Liebe Grüsse von Kerstin

  2. OceanPhoenix schreibt:

    Liebe Marija,

    dein bildliches Beispiel mit dem Kuchen gefällt mir sehr gut – das ist so treffend!

    Ich liebe das Meer .. soooo sehr .. aber das, was du beschreibst – würde ich schrecklich finden. Streß pur, mit so vielen Menschen eng auf eng. Ich suche immer die einsameren Gegenden .. und derer gibt es so viele. So wie auf deinem herrlichen Strand-Bild 🙂

    Mit meinen Eltern war ich von Anfang an oft unterwegs – aber überwiegend in Deutschland oder den direkt angrenzenden Ländern. Die Bodenseeregion, das Allgäu, der Schwarzwald, und – die Nordsee. Auf Sylt lernte ich das Meer lieben. Erst mit 19 reiste ich zum ersten Mal mit dem Zug und einer Freundin an die französische Atlantikküste…

    Auch wenn ich z. B. Amerika faszinierend finde und schon 2x dort war..mittlerweile hat mein Hund prinzipiell Priorität. Nie würde ich ihn für einen Urlaub weggeben – also gehe ich nur da hin, wo der Hund auch mitkann. Wenn es meinen Mann in die USA zieht, dann bleibe ich daheim und spiele „Hundesitter“ – und bedauere es nur ganz wenig 🙂

    Liebe Grüße an dich
    Ocean

  3. giselzitrone schreibt:

    Wünsche dir einen schönen Tag und ein schönes glückliches Wochenende.Grüße von mir Gislinde

  4. Marion schreibt:

    Liebe Marija,

    ein gelungener Beitrag, schöne Fotos dazu, die das Ganze persönlich machen.

    Es gäbe viel zu sagen zum Thema Urlaub. Die Perspektiven und Wahrnehmungen dazu sind so unterschiedlich, auch die Gewohnheiten und das, wie man aufgewachsen ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei euch sowas in der Art nicht gab mit dauernd wegfahren und ich empfinde es auch übertrieben und am Ziel vorbei, zumindest wenn man ein Leben führt, das einem entspricht. Mir scheint heutzutage, dass viel Wegfahren im Urlaub auch eine Art Flucht der Menschen ist, obwohl sie ihre Probleme in sich natürlich mitnehmen, egal wohin sie fahren oder gehen.

    Dein erster Urlaub klingt nach ziemlicher Enttäuschung, aber zum Glück hast du es auch anders erleben können, später.

    Mein erster Urlaub – ans Meer – war mit meinem Eltern und meinem Bruder, als ich 11 Jahre alt war. Die Geschwister meines Vaters mit Familie waren dabei. Alle mit Zelt und Richtung Kroatien bzw. Istrien. Unterwegs machten wir Stopp an einem Ort, wo man das erste Mal das Meer sehen konnte. Ich werde diesen Anblick nie vergessen, er war sehr beeindruckend.

    Wir sind die Nacht durch gefahren und als es morgens anfing heiß zu werden und wir uns auf schlechten Straßen quälten, bekam meine Mama ihre Migräne und als das Zelt dort aufgestellt war, verschwand sie als erste darin, um sich abzukühlen und auszuruhen, hinzulegen.

    Wir Kinder waren nicht aufzuhalten, als erstes im Meer zu verschwinden. Ich war sehr enttäuscht, als ich das Wasser – das mein liebstes Element ist – im Mund spürte und den Eindruck hatte, Diesel oder sonst etwas Grausliges zu schmecken, da um uns herum auch Schlauchboote, teils mit kleinem Motor, waren. Bis uns der Vater aufklärte, das sei das Salzwasser und normal. Damit hatte ich nicht gerechnet ;).

    Heute geht es mir so, dass Urlaub auch immer ein bisschen ein Stressfaktor ist und ich es schätze, in gewohnter Umgebung zu sein bzw. dort neue Ecken kennen zu lernen. Nun bin ich in München geboren und im Großraum München aufgewachsen und hab bis voriges Jahr da gelebt, aber ich kenne so viele Gegenden aus Deutschland noch nicht und der Wunsch, mehr davon kennen zu lernen, ist schon noch da.

    Es war – wie immer – bereichernd, von dir zu lesen 🙂

    Liebe Grüße
    Marion

    • marijap1 schreibt:

      Vielen herzliche Dank für dein Kommentar, liebe Marion. Ich weiß deine Zeit, die dafür in Anspruch genommen wurde, wirklich sehr zu schätzen.
      Es ist auch interessant über dein Uhrlauberlebnis etwas zu erfahren. 🙂

      Natürlicherweise ist der Gedankenaustausch zum Thema Urlaub verschieden – und doch so ähnlich.
      Irgendwie sehnen wir uns alle nach Entspannung und Ruhe, nach Meer, oder nach Wandern gleich um die Ecke gefolgt mit einem schönen Abend auf dem Balkon. Hauptsache man tut es gerne und es tut einem gut.

      Ich diesem Sinne wünsche ich dir noch einen erholsamen Abend, egal wo und womit du ihn verbringst 🙂

      Herzliche Grüße in die Schweizerische Schweiz 😉
      Marija

  5. giselzitrone schreibt:

    Wünsche dir einen schönen Tag Urlaub ist was schönes einfach nur mal faul zu sein das ist für mich Erholung.Lieber Gruß von mir .Gislinde

  6. ohneeinander schreibt:

    Du bist eine schöne Frau.

  7. andrea schreibt:

    Ich denke UR-LAUB bedeutet für viele MENSCHen etwas anderes…der eine verbirngt UR-LAUB so der andere anderst……das macht es so Vielfältig….für mich ist UR-LAUB mal nichts denken zu müßen…..denn der GEIST ist genug angestrengt….hihihi….und natürlich keinen STRESS…ich muß nicht unbedingt ans MEER gefahren sein…dazu habe ich ja genug PHANTASIE um mir das MEER …GeDANKlich-BILDlich vorzustellen und ich habe eine Vielfältige PHANTASIE…..ich wünsche dir einen schönen angenehmen Donner-s-TAG…HERZlichst ANDREA:))

    • marijap1 schreibt:

      Freue mich über deine Worte, liebe Andrea. Abschalten und entspannen ist sehr wichtig, egal wie und wo man es tut. Und wenn dir deine Fantasie dabei hilft, freue ich mich sehr und wünsche eine fantastische Zeit! 😉

      • andrea schreibt:

        Ich danke dir meine liebe MARIJAP………schön das du so lieb an mich denkst…..winke winke……

  8. Follygirl schreibt:

    Ich bin als Kind mit den Eltern viel im Zrlaub gewesen, auch im Ausland.
    Nun ist das lange (40 Jahre!) her, als Erwachsener bin ich noch NIE in den Urlaub gefahren.
    Früher hattten wir wenig Geld und immer gab es Tiere bei uns..die würden wir nicht alleine lassen wollen.
    Nun muß ich sagen aber sagen ich wohne in einer wirklich schönen Gegend, ich kenne noch lange nicht mal meine Umgebenung. Also ich hab kein Bedürfnis irgendwo hinzu fahren wo schon Menschen sind, ich möchte alles schön leer haben und ganz viel Platz um mich herum, vor allem will ich keinen Streß mit Fahrten haben.
    LG, Petra

    • marijap1 schreibt:

      Dankeschön, liebe Petra. Es ist sehr individuell und kommt auf die Einstellung an, was man in seiner Freizeit machen möchte. Dadurch, dass ich in Franken noch nicht so lange lebe, gibt’s für mich immer wieder etwas Neues zu entdecken. 🙂 Herzliche Grüße!

  9. Für mich ist Urlaub, nicht arbeiten zu müssen. Einfach das tun, was mir gefällt. Denn das bedeutet für mich Erholung … Und wenn dann noch das Wetter schön ist, brauche ich nicht weit weg zu fahren.
    Liebe Grüße zu dir
    Iris

    • marijap1 schreibt:

      Da hast du Recht, liebe Iris. Sich Zeit zu nehmen für das was einem gut tut – dafür sollte eigentlich ein Urlaub dienen. Leider gelingt es, wenn man Zuhause bleibt, nicht immer. Liebe Grüße!

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